Auf dem Weg in die Sackgasse oder (Zum)Winkel
Wo führt uns das noch hin? Ein Skandal nach dem anderen. Der aktuelle Vorfall um Post-Chef Zumwinkel setzt der bisher nur nach oben drehenden Spirale deutscher Manager-Verfehlungen wieder eine neue Spitze auf, nach VW und Siemens. Die größten Unternehmen Deutschlands, wohl auch die vorzeigbarsten? Was kommt jetzt noch? Die Bahn, E-On, RWE, Vattenfall.
Und es geht gleich noch um zweistellige Millionenbeträge. Beträge mit denen man sich einige Mitarbeiterentlassungen sparen könnte. Ich kann verstehen, warum man das Geld ausser Landes schaffen will. Was soll man den im Land mit so viel Kohle? Zum Glücklichsein braucht man es nicht, da reicht auch ein einstelliger Millionenbetrag gut aus, den man jedem erfolgreichen Mananger sicher gönnt. Aber hey, W.T.F. was soll diese Maßlosigkeit. Und dann nicht mal die Steuern zahlen?
Die Schere klafft so gewaltig auseinander, die wenigen in den extrem guten Positionen, verlieren immer mehr den Boden, wo Hundertausende selbst mit Arbeit nicht genug verdienen. Das ist erschütternd und für einen Unternehmer wie mich überhaupt nicht begreifber. Wie entwickelt sich denn die Moral im Team, wenn du morgen in der Zeitung liest, was dein Chef für ein Riesen "Idiot" ist. Boaah.
... was? Das ist dem Egal?
Wieso?
Ach, weil er doch eh schon so viel Kohle hat.
Aber Hand aufs Herz liebe Angestellte von Großunternehmen (Börsendotierte). Eure Jobs sind doch eh nicht mehr sicher. Wenn der Kurs es so sagt, dann müssen eben ein paar Mitarbeiter weg. Wir finden schon einen Ort. Was? Letzte Woche hat ein "Analyst" gesagt, die Post-Aktie müsse noch mal um 5 Prozentpunkte steigen, sonst sind seine Erwartungen nicht erfüllt und der Kurs bricht vor Schreck zusammen. Ist doch völlig Egal, ob du Milliardengewinne schreibst, ob du bestens da stehst. Rendite. Big Emotions.... wenn das nicht läuft - fliegen Mitarbeiter. Du und du... usw. Hey, und siehe da! Alles Roger, die Börse freuts, dass du Dein Service-Potential abgebaut hast. Ist doch egal das die Kunden "kotzen" über Service a la Telekom (Beschwerdebriefkästen) oder mein eigener Fall 1&1 (vollautomatisiertes Serviceblackout).
Ergänzend: es war ja Zumwinkel der Kohle bei der Entlassung seiner Leute verdiente, weil er ein entschprechendes Aktienpaket zum gegebenen Zeitpunkt verkauft.
So geht's Berg ab.
Ich bin froh über alle meine Geschäftspartner und Freunde, die selbst den Hut auf haben, täglich ordentlich für Deutschland gasgeben und Verantwortung gewissenhaft übernehmen.
